Archive für 11.12.2008

Es geht weiter, denn die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt

Wir haben uns nun nach ewigen hin- und her zu einem ganz anderen Schritt entschieden! Wir werden das Grundstück mit dem Nebenanliegenden meines Vaters tauschen. Es hätte einfach keinen Sinn mit gerade mal 6,20 m Wandhöhe in unser jetziges Grundstück zu bauen. Da würden wir die nächsten Jahrzehnte keine Freude dran haben.

Nach einigen Erkundungen bei den Banken und beim Notar, haben wir uns nach Rücksprache mit meinen Eltern dazu entschlossen die Grundstücke zu tauschen (vielen Dank an meine Eltern die das ermöglichen). Das heißt nun zwar nochmal Notar- und Amtsgebühren für den Tausch und für die Grundschuldeintragung, aber das nehmen wir auf uns. So nach und nach wird uns eigentlich erst bewusst, dass es fast schon Schicksal sein muss. Wenn denn jetzt wirklich alles so kommt wie geplant, gibt es einige Vorteile. Diese sind z.B. wesentlich kürzere Wege zum Kanalsystem, evtl. Wegfall der Kleinhebeanlage, kurze Wege Strom, Wasser und natürlich eine wesentlich bessere Hausstellung. Jetzt kommen wir auch mit 6,20 m aus! Zu guter letzt können wir nun warscheinlich auch die Garage wieder auf das ursprüngliche Maß von 6,75 m hinstellen. Der einzige kleine Wehrmutstropfen ist, dass wir höchstwarscheinlich keine Kelleraußentreppe mehr bauen lassen. Eine Außentreppe im Westen (Wetterseite) ist wohl nicht wirklich sinnvoll. Das wiederrum spart uns doch einiges an Ausgaben, zumal wir im Fall der weißen Wanne diese ja ebenso mit von Partnerbau machen hätten lassen (mind. 4.000 EUR + Sickerschacht).

Da sind die Doppelausgaben bzgl. Notar schnell wieder gedeckelt.

Dann ging alles richtig schnell. Ein Kollege unserer Architektin war gestern zufällig in der Nähe von München tätig und hat dort übernachtet. Heute Morgen auf der Heimreise hat er dann gleich das neue Grundstück ausnivelliert. Fand ich wirklich super, dass es so schnell und unkompliziert geklappt hat. Auf Anfrage bzgl. Zusatzkosten (immerhin ist es ja doch ein gewisser Mehraufwand) bei FingerHaus bestätigte man mir, dass es diese nicht geben wird. Da wir die Situation nicht mutwillig herbeigeführt haben, sondern eher fremdgesteuert ist, werden dafür keine Kosten für uns entstehen. Finde ich ebenso wirklich klasse!

Zusätzlich habe ich heute dann gleich noch den Lageplan des neuen Grundstücks mit den Grenzlängen und Anliegerverzeichnis vom Vermessungsamt abgeholt (auch wieder 54 EUR, da Eckgrundstück und viele Schenkelmaße). Diesen habe ich gleich an FingerHaus per Mail gesendet und geht morgen per Post raus. Zusätzlich habe ich den Kanalplan angefordert, der leider noch auf sich warten lässt. FingerHaus wird nun bis Anfang nächster Woche die ersten Zeichnungen erstellen und dann besprechen wir alles weitere.

Vom Bauamt habe ich dann noch erfahren, dass wir einen Bauantrag auch stellen können, bevor wir rechtmäßiger Eigentümer des jetzt zu bebauenden Grundstücks sind. Hatte ich bislang auch noch nicht gewusst, ist aber natürlich sinnvoll. Denn stellt euch mal vor, dass Ihr ein Traumhaus auf einem noch zu erwerbenden Grundstück setzen wollt und es würde sich erst nach Kauf rausstellen, dass es nicht so funkioniert wie man sich das vorstellt. Da sucht man doch lieber nochmal nach einem besseren. Naja, so ähnlich ist es uns ja auch ergangen, deswegen wäre ein Bauantrag vorher garnicht so schlecht und es wäre ein super Weihnachtsgeschenk :-)

Da die 6,20 m direkt von der Verwaltung des Bauamts durchgewinkt werden können (muss nicht in den Gemeinderat), würde das recht flott von statten gehen. Dann fehlt nur noch die Zustimmung vom Landkreis.

Ihr seht - wir sind wieder frohen Mutes und sehen wieder Licht am Ende des Tunnels.

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