Zeit für Kritik

Ich denke es ist durchaus mal an der Zeit auch konstruktive Kritik an Fingerhaus zu üben.

1) Wir fragen uns ob Fingerhaus keine Werbung in eigener Sache benötigt, zumal Fingerhaus in Bayern nicht gerade wirklich bekannt ist (zumindest haben wir noch niemanden aus unserem Umfeld getroffen dem der Name ein Begriff war). Wir haben seit seit dem Vertragsabschluss im Juli 2008 noch kein Baustellenschild erhalten. Ist zwar an sich nichts dramatisches, aber wir würden gerne auch etwas Farbe bekennen. In unserem Gebiet entstehen laufend neue Häuser – das Baustellenschild war immer sehr schnell aufgestellt. Außerdem haben wir die Frage nach einem Baustellenschild schon mehrfach abgesetzt.

2) Manchmal denken wir, dass ein wenig mehr Unterstützung angebracht wäre. Ich meine man lernt als Neuling im Bauherren-Geschäft in kürzester Zeit soviel neues dazu und muss laufend Entscheidungen treffen, die man im Vorfeld evtl. noch garnicht einschätzen kann. Da wäre ein wenig mehr „unter die Arme greifen“ bzw. „an der Hand nehmen“ oftmals wirklich notwendig. Als Beispiel möchte ich folgendes anbringen:

Im November hatten wir ja einige Gespräche mit der Gemeinde. In einem hatte es geheißen, dass wir mit unserem geplanten Vorhaben (Festsetzung einer neuen Geländeoberfläche) in einen Bauausschuß rein sollen. In unserem Köpfen war die mündliche Aussage an die Gemeinde mit unserem Vorhaben als ausreichend genug deklariert, so dass es im Bauauschuß vorgetragen werde kann. Dies hatte ich im Vorfeld so auch an Fingerhaus mitgeteilt. Am Tag des Bauausschußes bekam ich dann den Anruf, dass wir doch endlich Pläne vorzeigen sollten, wenn wir wenigstens noch in die Gemeinderatssitzung wollen – der Bauausschuß war natürlich bereits Vergangenheit. Das es natürlich vollkommener Quatsch ist in einen Bauausschuß zu gehen, ohne Pläne eingereicht zu haben ist uns mittlerweile auch klar geworden. Aber woher soll man das wissen, wenn man noch nie damit zu tun hatte? Da hätte bereits der Einwand von Fingerhaus kommen müssen.

3) Da der Kellerbau durchaus die Position ist, die Anfangs am wenigsten definiert ist, gibt es viele kleine Dinge, welche schlussendlich ins Budget eingreifen. Hier braucht es unbedingt mehr Infos im Vorfeld.

4) Man liest immer wieder über Positionen, die erst bei der Bemusterung aufschlagen. Hier gehört meiner Meinung nach im Vorfeld eine Aufstellung der Punkte her, die es evtl. noch einzuplanen gibt. Sicher wir den meisten Bauherren 1000 EUR mehr oder weniger nicht komplett den Boden unter den Füßen wegziehen, man ägert sich aber doch sehr, wenn es solche „Unbekannten“ gibt. Diese Position basiert allerdings vorwiegend auf Hörensagen, da wir die Bemusterung selbst ja noch nicht durchlaufen haben. Allerdings hatte ich schon mit dem einen oder anderen Kontakt, über die ich bereits einige Positionen vernommen habe, an welche wir bislang noch nicht mal im Traum gedacht haben.

Allgemeines Problem bei Bauunternehmen/Hausherstellen die nicht gleich um die Ecke stationiert sind ist die recht spärlichen Aufenthalte vor Ort beim Bauherrn. D.h. kurzfristige Termine, die man mal vor Ort einplanen würde um Unterstützung zu erfahren (z.B. das gestrige Gespräch bzgl. der Geländesituation) sind fast nicht möglich.

Sicher kann man einige oben erwähnte Punkte jetzt auch diskutieren, ich möchte aber unsere bisherigen Erfahrungen und Meinungen hier kundtun. Viele bauen eben das erste mal und sind dann meist erschlagen von vielen Dingen. Unterstützung von Profis würde man daher doch eher begrüßen. Außerdem sind wir der Meinung, dass wenn man im Begriff ist eine Sache im Wert von 250.000 – 300.000 EUR (Haus, Keller, Bemusterung) zu erwerben, es durchaus angebracht ist mehr Betreuung zu erfahren. Stellt euch mal vor Ihr kauft als Privatperson ein oder mehrere Autos zu diesem Wert oder auch andere Gegenstände dieser Art! Hier würde man definitiv als „VIP“ behandelt werden.

5 Responses to “Zeit für Kritik”

  1. struppi sagt:

    Hallo Dave – im Prinzip pflichte ich Dir bei. Auch wir haben die eine oder andere Sache gehabt oder noch vor Augen (Planung der Küche, Fensterplanung) wo unbedingt Unterstützung von Seiten FH nötig wäre. Aus meiner Sicht scheint man nur den nötigen Aufwand geben zu wollen. Oftmals standen wir vor dem Problem, Entscheidungen zu treffen. VOn FH hörten wir dann nur „klar geht das“ – auf der einen Seite sicherlich gut, aber von einem Profi erwarte ich auch den Hinweis auf Folgen (und sei es nur, daß es 1000€ mehr kostet). Auch Nachfragen nach den Fenstern (Holz, Alu usw.) werden mit dem Hinweis auf die Bemusterung abgewiesen – da frage ich mich natürlich, wie in 2 Tagen weitreichende Entscheidungen getroffen werden sollen, wenn vergleiche so gut wie unmöglich sind. Schade finde ich auch, daß FH zu wenig mit 3D-Ansichten den Bauherren hilft – das CAD-Programm sollte diese Möglichkeiten bieten und hilft dem Bauherrn, bei Diskussionen zur Festlegung von Höhen etc.
    Auf das Problem mit den Garagen hatte ich schon im Blog hingewiesen…
    Eine VIP-Betreuung braucht es für mich nicht – wichtig ist mir eher, eine Beratung nicht Betreuung durch den FH-Vertreter.

  2. Dave sagt:

    Ja richtig – es gibt oftmals den Verweis auf die Bemusterung, das finde ich auch sehr schade. Daher habe ich auch schon in meinem Blog geschrieben, dass ich jedem Häuslebauer rate, dringend einen Vorbesuch im Bemusterungszentrum zu machen und zumindest eine grobe Vorbemusterung durchzuführen. Zuerst ein paar Stunden alleine umsehen, dort mit dem Partner ausdiskutieren und dann schnell eine Vorbemusterung machen. So bekommt man ein Gefühl für Preise. Die eigentliche Bemusterung sollte dann zumindest in diesen Dingen sehr flott gehen.

    Ebenso fand ich, dass man im Planungsgespräch (obwohl das sicher auch Personenabhängig ist – wie natürlich viele andere Dinge auch) sehr wohl ein wenig mehr Vorschläge unterbreiten hätte können. Das wird einem ja erst im Nachhinein immer klarer.

    Das mit der VIP-Betreuung war auch nicht wörtlich zu nehmen. Ich wollte damit nur festhalten, dass es hier nicht um kleine Beträge geht und man sicher Anspruch auf eine dem Betrag gerechte Betreuung und Beratung (da gebe ich dir vollkommen recht) haben sollte. Das mit den 3D-Planungen ist zwar in mancher Augen auch nur eine Kleinigkeit, aber das Sie es können haben Sie es ja im ersten Angebot bei uns bewiesen. Eine super 3D-Zeichnung unseres ersten freien Plans hatten wir da auf dem Tisch liegen. Später bleibt es dann bei 2D, wobei es warscheinlich nur noch ein Knopfdruck ist. Ach ja, bzgl. Fensterhöhe und Brüstungshöhe in der Küche kann ich auch ein Lied singen. Auf mehrfacher Anfrage und auch Vermerk in den unterschriebenen Vorabzügen habe ich bislang nicht wirklich eine Antwort bekommen. Nicht mal einen Verweis auf die Bemusterung – allerdings kann ich mir denken, dass es auch noch dort festgelegt werden kann.

  3. Frank sagt:

    Ja, ich muss beipflichten. Im Regelfall setze ich mich mit Fingerhaus in Verbindung, selten umgekehrt, also dass Fingerhaus sich selbst meldet. Vor Vertragsunterzeichnung bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass wir mindestens jeden 2. Tag Kontakt haben in der Planungsphase, in der Bauphase noch mehr.
    Wenn ich sehe, wie oft Freund Kontakt hatten mit ihrem ansässigen Architekt/ Bauingenieur……
    Hoffe, das geht alles gut. Mehr Infos und Hinweise seitens Finger fände ich wichtig. Auch werde ich recht wenig unterstützt bei den alltäglichen Problemen mit den verschiedenen Partnern (Stadtverwaltung, Schornsteinfeger, Wassermeister, Energieversorger). Als erstmaliger Hausbauer hat man da völliges Neuland vor sich und jeder von denen erzählt dir eine andere Story vom Pferd.
    Da wäre es toll, wenn ein erfahrener Mann von Fingerhaus dort souverän anruft und bei Blöd-Aussagen oder unvollständigen Aussagen natürlich die Jungs gleich am Schlawitchen packen kann – anders als ich, der sich erst noch 5 mal schlau machen muss.

  4. Jens sagt:

    Irgendwie kommt mir das bekannt vor. Wenn ich noch einmal bauen würde, würde ich mir wahrscheinlich einen unabhängigen Bausachverständigen zur Seite nehmen. Leider vergessen Bauunternehmer/Fertighausanbieter dass der Bau eine Hauses für den Kunden Neuland ist und nicht Tagesgeschäft.

  5. Frank sagt:

    Ja, mit 2 Bausachverständigen habe ich auch schon gesprochen. Die wollen aber 100-120 EUR pro Stunde. Das finde ich richtig happig! Wenn du sie „nur“ zur Überwachung der Baumaßnahme nimmst, dann gehst das vielleicht noch – wenn die dich allerdings bei deinen Entscheidungen beraten, dann kostet das eine richtig ordentliche Summe, da dafür ja jede Menge Stunden benötigt werden.
    Habe in den letzten 3 Monaten keinen im Umfeld des Hausbaus gefunden, der einen Sachverhalt in 2 Sätzen auf den Punkt bringen kann – irgendwie habe ich nur mit Menschen zu tun, die ewig babbeln, nie auf den Punkt kommen und keine greifbare Aussage treffen – ich glaube langsam, dass das alte Vorurteil „Wenig Kompetenz am Bau“ nicht zu unrecht existiert. Hart – aber so kommt es mir gerade vor.
    Mit einem musste ich bisher telefonieren, da war ungelogen in jedem Satz das Wort „könnte“ oder „vielleicht“ drin und ca. 50% aller Wörter stelle alleinig das Wort „äääh“.
    Beispiel: „Man könnte äääh Anschluss äääh vorher mit ääh 200er Loch äääh äääh vorbe- äääh reiten äääh, Mehr- äääh Sparten-Anschluss äääh, ja, möglich…..“
    Da fällt es mir echt nicht leicht, ruhig zu bleiben. Da bin ich kurz vorm 200er Puls!

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