Es geht weiter, denn die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt

Wir haben uns nun nach ewigen hin- und her zu einem ganz anderen Schritt entschieden! Wir werden das Grundstück mit dem Nebenanliegenden meines Vaters tauschen. Es hätte einfach keinen Sinn mit gerade mal 6,20 m Wandhöhe in unser jetziges Grundstück zu bauen. Da würden wir die nächsten Jahrzehnte keine Freude dran haben.

Nach einigen Erkundungen bei den Banken und beim Notar, haben wir uns nach Rücksprache mit meinen Eltern dazu entschlossen die Grundstücke zu tauschen (vielen Dank an meine Eltern die das ermöglichen). Das heißt nun zwar nochmal Notar- und Amtsgebühren für den Tausch und für die Grundschuldeintragung, aber das nehmen wir auf uns. So nach und nach wird uns eigentlich erst bewusst, dass es fast schon Schicksal sein muss. Wenn denn jetzt wirklich alles so kommt wie geplant, gibt es einige Vorteile. Diese sind z.B. wesentlich kürzere Wege zum Kanalsystem, evtl. Wegfall der Kleinhebeanlage, kurze Wege Strom, Wasser und natürlich eine wesentlich bessere Hausstellung. Jetzt kommen wir auch mit 6,20 m aus! Zu guter letzt können wir nun warscheinlich auch die Garage wieder auf das ursprüngliche Maß von 6,75 m hinstellen. Der einzige kleine Wehrmutstropfen ist, dass wir höchstwarscheinlich keine Kelleraußentreppe mehr bauen lassen. Eine Außentreppe im Westen (Wetterseite) ist wohl nicht wirklich sinnvoll. Das wiederrum spart uns doch einiges an Ausgaben, zumal wir im Fall der weißen Wanne diese ja ebenso mit von Partnerbau machen hätten lassen (mind. 4.000 EUR + Sickerschacht).

Da sind die Doppelausgaben bzgl. Notar schnell wieder gedeckelt.

Dann ging alles richtig schnell. Ein Kollege unserer Architektin war gestern zufällig in der Nähe von München tätig und hat dort übernachtet. Heute Morgen auf der Heimreise hat er dann gleich das neue Grundstück ausnivelliert. Fand ich wirklich super, dass es so schnell und unkompliziert geklappt hat. Auf Anfrage bzgl. Zusatzkosten (immerhin ist es ja doch ein gewisser Mehraufwand) bei FingerHaus bestätigte man mir, dass es diese nicht geben wird. Da wir die Situation nicht mutwillig herbeigeführt haben, sondern eher fremdgesteuert ist, werden dafür keine Kosten für uns entstehen. Finde ich ebenso wirklich klasse!

Zusätzlich habe ich heute dann gleich noch den Lageplan des neuen Grundstücks mit den Grenzlängen und Anliegerverzeichnis vom Vermessungsamt abgeholt (auch wieder 54 EUR, da Eckgrundstück und viele Schenkelmaße). Diesen habe ich gleich an FingerHaus per Mail gesendet und geht morgen per Post raus. Zusätzlich habe ich den Kanalplan angefordert, der leider noch auf sich warten lässt. FingerHaus wird nun bis Anfang nächster Woche die ersten Zeichnungen erstellen und dann besprechen wir alles weitere.

Vom Bauamt habe ich dann noch erfahren, dass wir einen Bauantrag auch stellen können, bevor wir rechtmäßiger Eigentümer des jetzt zu bebauenden Grundstücks sind. Hatte ich bislang auch noch nicht gewusst, ist aber natürlich sinnvoll. Denn stellt euch mal vor, dass Ihr ein Traumhaus auf einem noch zu erwerbenden Grundstück setzen wollt und es würde sich erst nach Kauf rausstellen, dass es nicht so funkioniert wie man sich das vorstellt. Da sucht man doch lieber nochmal nach einem besseren. Naja, so ähnlich ist es uns ja auch ergangen, deswegen wäre ein Bauantrag vorher garnicht so schlecht und es wäre ein super Weihnachtsgeschenk 🙂

Da die 6,20 m direkt von der Verwaltung des Bauamts durchgewinkt werden können (muss nicht in den Gemeinderat), würde das recht flott von statten gehen. Dann fehlt nur noch die Zustimmung vom Landkreis.

Ihr seht – wir sind wieder frohen Mutes und sehen wieder Licht am Ende des Tunnels.

5 Responses to “Es geht weiter, denn die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt”

  1. Frank sagt:

    Wow, diese Entscheidung hat euch gewiss viel Schweiß gekostet! Aber was machen deine Eltern nun mit dem Grundstück mit der schlechten „Bebaubarkeit“?

  2. Dave sagt:

    Ja die Entscheidung war nicht einfach, aber es sieht ganz nach der richtigen aus. Im Moment macht es auch wieder mehr Spass ans bauen zu denken 🙂

    1. Das Grundstück ist einfach nicht für zwei Vollgeschosse geeignet. Man findet sicher bessere Lösungen für ein Haus mit Satteldach (1 + D) bzw. einem Bungalow o.ä.

    2. Es ist vorerst eh nicht geplant, dass meine Eltern dort was bauen werden. Also werden wir dieses Grundstück erst mal als Garten mitnutzen.

  3. Christoph sagt:

    Hallo,

    ich lese schon seit einiger Zeit hier still mit. Ich freue mich für euch, dass ihr eine gute Problemlösung gefunden habt. Wir bauen übrigens im Mai ein Fingerhaus im Kreis PAF ;-).

    Einen schönen Abend noch,
    Christoph

  4. Dave sagt:

    Hallo Christoph,
    vielen Dank für deinen Kommentar und weiterhin viel Spass beim mitlesen. Wenn Ihr im Mai baut, dann habt Ihr entweder relativ kurzfristig die Bemusterung oder hattet schon, oder?

  5. Christoph sagt:

    Hallo.

    Also, wir hatten eine Vorab-Bemsusterung Mitte September, um eine gewisse Sicherheit für die Ausstattung zu bekommen und ggf. bestimmte Pakete noch rauszunehmen. Die Innentüren werden wir wohl von der Baywa machen lassen, da wir für einen ähnlichen Preis wie bei FH deutlich höhere Qualität bekommen. Was ich nicht verstehe ist, dass bestimmte Posten wie z.B. den Zugang für den Schornsteinfeger nicht in der Grundausstattung kalkuliert werden, da doch wahrscheinlich jeder Bauherr sowas braucht. Naja. Jedenalls werden wir dann jetzt Mitte Februar nach Frankenberg reisen (wir kommen gebürtig aus dieser Region) und endgültig bemustern.
    Bei dem Thema Drainage ist jetzt mal wieder eine Frage aufgetreten, da FH ein FSD-Drainsystem der Fränkischen angeboten hat. Ich bin mir nicht sicher, welche Vorteile dieses System für den Bauherrn bietet…Hat vielleicht schon jemand Erfahrungswerte damit? Außerdem bin ich mir noch nicht ganz sicher, wie wir das mit dem Innenputz machen, da sich Fingerhaus noch nicht zu Preisen geäußert hat. Außerdem kann FH scheinbar unsere Wunschfliese nicht anbieten, da nicht im Sortiment.
    Mit der Kommunikation waren wir häufig übrigens auch nicht sehr zufrieden. Diesen Einwand müssen wir auch immer bringen, wenn uns Bekannte nach unseren bisherigen Erfahrungen mit FH fragen. Letzte Zeit war dann mal wieder etwas mehr Kontakt, allerdings muss man Problempunkte oder offene Fragen immer wieder selbst zur Sprache bringen und mehrfach nachhaken, bis dann eine verbindliche Aussage kommt.
    Dennoch glaube ich mit Fingerhaus die richtige Entscheidung getroffen zu haben!

    In diesem Sinne
    MfG Christoph udn Bianca

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