Es lebe die Gebäudeautomation

Hier die versprochenen News (auch wenn ein wenig später, da ich z.Zt. wirklich viel zu tun habe – dazu auch in den folgenden Blogeinträgen mehr).

Kurz und knapp – wir haben nachträglich und eigentlich eher unerwartet am Montag die komplette Elektrofertiginstallation vom Leistungsumfang durch FingerHaus rausgenommen!

Einige von euch hatten ja schon bemerkt, dass die angebotenen Preise von FingerHaus im Bereich Elektro nicht gerade niedrig sind – speziell im Bereich Bussystem/KNX (auch ganz normale Satkabel oder Netzwerkkabel kosten ein wahnsinns Geld). O.K., das waren wir bis zu einem gewissen Punkt aber auch bereit zu zahlen, da wir uns sehr mit dem Gedanken „alles aus einer Hand“ (oder zumindest so viel als möglich) angefreundet haben. Beim Bussystem war am Ende allerdings ein Limit überschritten, als es darum ging unsere Vorstellungen in diesem Bereich abzubilden.

FingerHaus und die Fa. Schilling als Elektrosubunternehmer hat sich zwar ziemlich Mühe gegeben auf unsere Wünsche einzugehen, aber preislich gesehen war da kein großes aufeinander zugehen drin.

Die Herausnahme des Parts der Elektrofertigstellung (Vorinstallation in Form von Leerrohren, Öffnungen für Hohlwanddosen und natürlich Montageöffnungen) war letztendlich für uns die einzige richtige Entscheidung. Es fiel uns auch einigermaßen leicht, da wir zuvor schon Kontakt zu einem Elektriker hatten, der sich u.a. ziemlich stark im KNX-Bereich engagiert und sich bereits im Vorfeld sehr viel Zeit für uns genommen hat. Das schon zu einem Zeitpunkt wo noch überhaupt nicht abzusehen war, dass eine Vergabe an Ihn überhaupt in Frage kommen würde. Man hat einfach den „Spass an der Freude“ bemerkt und da regiert nicht immer nur Umsatz und Geld. Das fand ich von Anfang an sympatisch.

Ich möchte die Einsatzbereitschaft von FingerHaus & Co. nicht kleinreden, denn Gespräche zwischen 21 und 22 Uhr gehören auch nicht unbedingt zum Alltag eines Elektrikers, aber gegen eine persönliche Beratung mit jemanden der da fast täglich mit zu tun hat, ist da nicht gegen anzukommen. Das sind einfach bestimmte kleine Hinweise, dann Vorschläge wie man was besser machen kann und zeitgleich auch noch im besten Fall Geld sparen kann. Nicht zuletzt einfach die ganz untenstehende Summe bei einem Angebot. Da reden wir schnell von einem hohen 4-stelligen bzw. sogar kleinen 5-stelligen Betrag an Unterschied!

Tja, das ganze hat mich aber seit Montag ziemlich auf trapp gehalten, denn nun ging es darum die ganzen Ausführungspläne „Bus-tauglich“ zu machen. Da bislang noch kein Bussystem komplett mit FingerHaus stand, wurden die ganzen Pläne für eine konentionelle Verkabelung geplant. Und da jetzt der Teil der Fertiginstallation durch uns übernommen wurde, lag es natürlich auch an uns alle Besonderheiten in die Pläne einfließen zu lassen. Angefangen über einen ausreichend groß geplanten Deckendurchbruch/Deckenschlitz vom Keller in die oberen Geschosse, über zusätzliche Leerrohrlegungen oder zukunftssichere Vorbereitungen.

Das alles war in der Kürze der Zeit allerdings nur möglich, da unser Elektriker immer sehr schnell reagiert hat und auch sehr viel Einsatz zeigt. Für alle in der Umgebung, die ein Haus mit KNX planen, kann ich – zumindest bis zum jetzigen Punkt – unseren Elektriker nur empfehlen. Finden könnt Ihr Ihn unter www.etm-online.info.

Aber wie bereits erwähnt zeigt sich auch FingerHaus sehr kooperativ und unsere Ansprechpartner haben immer ein Ohr für uns und unsere Fragen. Wir wissen, dass wir teilweise relativ penibel sind, aber wir bauen auch ein Haus und kaufen uns keine Hundehütte im Baumarkt 😉

4 Responses to “Es lebe die Gebäudeautomation”

  1. Christian sagt:

    Hallo Dave,

    ich hätte bzgl. dem Gira KNX System ein paar Fragen, vor allem zum Preis. Wir haben zwar vor erst nächstes Jahr mit dem Hausbau zu beginnen, doch das Gira KNX System ist für uns ein „must have“.

    Danke für die Rückmeldung.

    Gruß

    Cristian

  2. Dave sagt:

    Hallo,
    schreibt mir einfach eine Mail mit euren Fragen. Versuche sie dann gerne zu bantworten.
    Eines aber vorweg. Ob Gira, Merten, Jung, Busch-Jäger oder sonstiges – vollkommen egal. KNX ist ein Standard und alles ist auch gemischt einzusetzen. Das war ursprünglich auch mein irrglaube, dass man einen Hersteller nehmen muss – dem ist nicht so.

    Die Krönung ist dann allerdings wirklich der HomeServer von Gira. Mit dem Teil kann man so viel machen, das ist schon wirklich genial.

  3. Andre sagt:

    Hi Dave, bin gerade in den ersten Gesprächen mit Fingerhaus und dieser Punkt bereitet mir auch am meisten Fragezeichen.

    Hat Fingerhaus die Leerrohre und Einbaudosen gesetzt? Hast Du diese dann im Vorfeld mit Deinem Elektriker abgeklärt?

    Ich habe auch einen befreundeten Elektro-Meister, der mir sicherlich einen attraktiven Preis machen würde.

    Ich weiß das es indiskret ist nach Zahlen zu fragen, aber über eine grobe Hausnummer würde ich mich sehr freuen, damit ich weiß was ich für diesen Posten in etwa einplanen muss.

    Interessieren würde mich, was Du letzten Endes komplett für Deine Anlage inklusive aller Arbeiten und Material bezahlt hast, was Du dafür in etwa bei FingerHaus bezahlt hättest und was FingerHaus Dir in etwa für das rausholen der Standard-Elektro gutgeschrieben hat.

    Das muss natürlich nicht auf tausend Euro genau sein, sondern nur eine grobe Hausnummer.

    Würde mich sehr über Antwort freuen, gerne auch per mail.

    LG, André

    PS: Klasse Bau-Tagebuch, sobald es bei mir los geht, werde ich auch eins erstellen, und Deins ist dann mein großes Vorbild. 😉

  4. Dave sagt:

    Hi Andre,
    Fingerhaus hat die Leerrohre gesetzt, aber keine Einbaudosen, sondern nur die Löcher wurden gebohrt.
    Jein – wir sind in der Bemusterung ja noch davon ausgegangen das ganze von FingerHaus durchführen zu lassen. Erst nach den ersten Gesprächen bzgl. der BUS-Programmierung wurde klar, dass wir preislich extrem weit auseinanderlaufen. Eben durch den Kontakt zu meinem jetzigen Elektriker konnte ich die Preise in etwa verifizieren.
    Der preisliche Unterschied zwischen der Umsetzung durch FingerHaus und einer externen Vergabe war im hohen vierstelligen Bereich bzw. niedrigen fünfstelligen. Aber bei diesem Unterschied hatte ich in der Kalkulation von unserem Elektriker auch schon die eine oder andere Sache mehr drin. Ähnlich hoch war auch der Part, welcher bei uns nach der Bemusterung rausgenommen worden ist (da waren aber auch schon einige CAT7 und SAT kabel integriert usw.). . Und was eben ganz wichtig ist, ist die Beratung vor Ort. Bei einer 0815-Elektrolösung bzw. einigen wenigen Highlights mag durchaus eine Komplettvergabe i.O. sein. Bei einem komplexeren KNX-Projekt bleibt eine detaillierte Beratung nicht aus.
    Bzgl. des Komplettpreises was ich für meine Anlage nun bezahlt habe, halte ich mich lieber etwas zurück, denn die Aussage würde zu allgemein auf ein KNX-System umgewälzt werden. Und genau das möchte ich vermeiden, denn man kann auch für ein paar EUR mehr gegenüber einer Standard-Elektroinstallation schon ein Bussystem bei sich impementieren und wäre dann schon mal gerüstet. Teuer wird es dann je nachdem welche Zusatzfeatures mit dazukommen. Es kommt halt immer drauf an was man alles damit erschlagen möchte.
    Wie gesagt je nachdem kann man sich entweder für die Implementierung auch ein recht teures Fahrrad leisten oder eben auch einen sehr schicken Klein- bis Mittelklassewagen!

    DANKE übrigens für die Blumen zum Tagebuch. Leider komme ich im Moment nicht mehr so dazu weitere Einträge zu verfassen, aber demnächst wird es auch wieder ein Update geben.

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